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21.05.2019 Kategorie: Pressemeldung

2/2019 Können Zahnersatzmaterialien Allergien auslösen?

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) empfiehlt: Bei einem neuen Zahnersatz sind neben Ästhetik und Funktion auch die Materialverträglichkeit sowie -qualität zu beachten. Zahnersatz aus deutschen Meisterlaboren erfüllt die hohen Anforde-rungen, die vom Gesetzgeber an Materialien gestellt werden.



Wer einen Zahnersatz benötigt, kann zwischen verschiedenen Materialien wählen. Metalllegierungen, Vollkeramiken oder Kunststoffe – die Materialvielfalt hält viele Möglichkeiten offen. Dank der modernen Herstellungstechnologien wie z. B. CAD/CAM-Fräsen oder 3D-Druck können der Zahnersatz sowie therapeutische Hilfsmittel (z. B. Schienen) auch aus modernen Hochleistungskomposit, Zirkonoxid oder Hybridkeramik hergestellt werden. Doch wie verträglich sind Dental-materialien?


Allergien allgemein

Eine Studie des RKI (Robert-Koch-Instituts) bestätigt, dass die Häufigkeit allergischer Erkrankungen seit den 1970er Jahren stark gestiegen ist (Erhebung 2014/2015). Fast jeder Dritte (28 %) litt demnach in den vergangenen 12 Monaten unter den Symptomen einer Allergie. Die Immunüberreaktion betrifft häufig Schleimhäute, Haut, Atemwege, Mundhöhle und Darm. Als Gründe für die deutliche Zunahme von Allergien beschreibt das RKI u. a. eine reduzierte Exposition mit Mikroorganismen, eine erhöhte Allergen-Exposition, Umwelt-verschmutzung, Veränderungen in der Darmflora sowie auch veränderte Ernährungs-, Wohn- und Reisegewohnheiten.


Allergie durch Zahnersatz

Die Suche nach den Ursachen einer Allergie ist schwierig, denn mehr als 20.000 unterschiedliche Auslöser sind bekannt. „Auch Dentalmaterialien für das Herstellen von Zahnersatz gehören dazu“, berichtet Professor Jürgen Geis-Gerstorfer, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ). Der Experte für dentale Materialien leitet die Sektion Medizinische Werkstoffkunde und Technologie am Universitätsklinikum Tübingen. Beispielsweise habe Nickel eine hohe allergene Potenz. Aber nicht nur das eigentliche Zahnersatzmaterial (Legierungen, Kunststoffe) kann zur Unverträg-lichkeit führen, denn die moderne Zahnmedizin und Zahntechnik vereint eine Vielzahl von Materialien (z. B. Kleber, Zemente). Grundsätzlich entsprechen alle Materialien, die in deutschen Meisterlaboren und Zahnarztpraxen verarbeitet werden, den hohen Sicherheitsanforderungen des Medizin-Produkte-Gesetzes (MPG) und somit der CE-Zertifizierung.


Symptome einer Zahnersatz-Allergie

Eine Materialunverträglichkeit kann verschiedene körperliche Reaktionen hervorrufen. Hierzu gehören beispielsweise Entzündungen der Mundschleimhaut, wunde Stellen, Brennen im Mund oder ein „metallischer“ Geschmack. Prof. Geis-Gerstorfer empfiehlt: „Der behandelnde Zahnarzt ist bei solchen Fällen der richtige Ansprechpartner. Er gibt Auskunft darüber, welche Werkstoffe in welchem Anteil im Zahnersatz verarbeitet worden sind.“ Grundsätzlich bilden laut Prof. Geis-Gerstorfer Unverträglichkeitsreaktionen auf hochwertige Zahnersatzmaterialien ein sehr geringes Risiko. Aufgrund der besonderen Umgebung in der Mundhöhle und der zunehmenden Sensibilisierung in der Bevölkerung seien sie jedoch nicht gänzlich auszuschließen. Daher legen Meisterlabore zusammen mit den Zahnärzten zusätzlich zu Ästhetik und Funktion hohen Wert auf Materialqualität bzw. -verträglichkeit.


Alternative Zahnersatzmaterialien

Leidet ein Patient unter einer Unverträglichkeit, sollte dies dem Zahnarzt und dem Zahntechniker mitgeteilt werden. Die Materialauswahl wird in diesen Fällen besonders kritisch vorgenommen. Die moderne Werkstoffkunde hält einige Materialalternativen bereit. Beispielsweise haben Zirkonoxid oder Titan eine hohe Biokompatibilität. Aber auch „junge“ Zahnersatzmaterialien, z. B. aus der Gruppe der PAEK-Werkstoffe, haben nachweislich eine sehr gute Verträglichkeit. Zudem hat in vielen Fällen die CAD/CAM-Fertigung bezüglich der Materialqualität Vorteile, z. B. bei Kunststoffen/Kompositen.

Grundsätzlich verweist Prof. Geis-Gerstorfer auf die sogenannte Konformitäts-erklärung, die vom Dentallabor für jeden Zahnersatz ausgestellt werden muss. „Diese dokumentiert die Herstellung des Zahnersatzes unter den in Deutschland vorgeschriebenen hohen Qualitätsstandards.“ Da ein Zahnersatz oft Jahrzehnte im Mund verbleibt, raten die Experten des KpZ, die Informationen über den Zahn-ersatz aufzuheben.


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