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20.05.2021 Kategorie: Pressemeldung

02/2021 Was tun, wenn die Zahnprothese wackelt?

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz empfiehlt: Bei einer lockeren Zahnprothese sollte die Zahnarztpraxis aufgesucht werden. Gemeinsam mit dem zahntechnischen Meisterlabor kann die Prothese wieder angepasst werden!


Wackelt und kippelt die Zahnprothese im Mund, ist das sehr störend. Vor allem jedoch verursacht die wacklige Prothese unangenehme Schmerzen. Durch Druckstellen und Reibung werden Entzündungen der Schleimhaut ausgelöst, die das Leben schwermachen. Hier ist erste Hilfe gefragt. Eine Recherche im Internet zeigt einige Do-it-your-self-Methoden. Doch Vorsicht. Eine nicht fachgerechte Anpassung der Prothese kann das Problem verschlimmern und zu Folgeschäden führen. Wenn die Prothese wackelt, sollte die Zahnärztin oder der Zahnarzt erster Ansprechpartner sein. Gemeinsam mit dem zahntechnischen Meisterlabor wird die Prothese wieder an die veränderte Situation im Mund angepasst – und erhält idealerweise noch einen „Re-fresh“.

Die lockere Prothese kann auf bestimmte Krankheiten hinweisen

Zahnprothesen werden in enger Zusammenarbeit zwischen der Zahnarztpraxis und dem Dentallabor hergestellt. Der Anspruch ist immer: Eine Zahnprothese darf im Mund nicht stören. Daher wird auf hohe Individualität geachtet. Jede Prothese ist perfekt auf die jeweilige Kiefersituation angepasst; denn Patienten sollten ihre Prothesen im Mund nicht wahrnehmen. Vollprothesen (sogenannte Totalprothesen) liegen der Schleimhaut an und halten im Mund durch die exakte Adaption an den Kiefer bzw. an der Schleimhaut und an der Kaumuskulatur. „Mit der Zeit verändert sich jedoch der Kieferknochen. Eine sogenannte Atrophie – Knochenrückgang des Kiefers – ist im Laufe der Jahre normal. Allerdings kann sie auch auf Krankheiten, wie Osteoporose, hinweisen. Deswegen sollten Patienten bei einer lockeren Prothese nicht einfach zur Haftcreme greifen, sondern ihren Zahnarzt zu einer Untersuchung und Klärung der Ursache aufsuchen“, empfiehlt Prof. Lauer.

Fachgerecht: Lockere Prothese passend machen

Durch den Knochenschwund im Kiefer kann die einst gut passende Zahnprothese im Laufe der Zeit zu einer wackligen Angelegenheit werden. „Ich habe das Gefühl, meine Prothese fällt jeden Moment heraus“, sind häufige Aussagen. Betroffene werden unsicher im sozialen Alltag und sind eingeschränkt bei der Nahrungsaufnahme. Doch es gibt fachgerechte Hilfe; und es muss nicht immer eine neue Prothese sein. „Sehr oft kann der vorhandene Zahnersatz mit speziellem Prothesenkunststoff an die neue Kiefersituation angepasst werden“, begründet Prof. Lauer. Ein bewährter Weg ist die Unterfütterung im zahntechnischen Meisterlabor.

In der Zahnarztpraxis wird die veränderte Kiefersituation zusammen mit der Prothese im Mund abgeformt. Zahntechnikerinnen und Zahntechniker passen basierend auf dieser Abformung die Prothese an. Die Basis wird von unten (Richtung Kieferkamm) mit dem gleichen Kunststoffmaterial aufgebaut, aus dem die Prothese hergestellt worden ist. Die Zähne bleiben von diesen Maßnahmen unberührt. Nach der Unterfütterung sitzt die Zahnprothese wieder passgenau auf dem Zahnfleisch; nichts wackelt und kippelt mehr. Oft erhält die Prothese im Meisterlabor zugleich eine professionelle Reinigung und Politur.

Mini-Implantate können eine Alternative sein

In der modernen Zahnmedizin werden immer häufiger auch Zahnimplantate empfohlen. Um der Zahnprothese wieder Halt zu verleihen, können Mini-Implantate mit einem Kugelkopf eine bewährte und zugleich kostengünstige Lösung sein. Kleine Titanstifte werden auf schonendem Weg in den Kieferknochen gesetzt. In der Regel sind wenige Implantate (zwei bis vier) ausreichend, um der Prothese wieder Halt zu geben. Ein großer Vorteil: Oft kann die vorhandene Prothese umgebaut werden. Es wird also kein neuer Zahnersatz notwendig. Im Dentallabor wird in den Zahnersatz das Gegenstück zum Implantatkugelkopf eingearbeitet. Die Prothese kann dann über einen Klick-Mechanismus einfach in den Mund eingesetzt und aus dem Mund entnommen werden.

KpZ-Experten-Tipp: Soforthilfe bei Druckstellen

Bei Druckstellen im Mund lindert eine Spülung mit warmem Salzwasser akute Schmerzen. Zudem helfen Hausmittel wie Kamillen- oder Arnikatinktur dabei, das gereizte Zahnfleisch zu beruhigen. Auch desinfizierende Mundspülungen können zur Heilung beitragen. Grundsätzlich ist jedoch zu empfehlen: Suchen Sie die Zahnarztpraxis auf und lassen Sie sich fachgerecht helfen. Versuchen Sie nicht, Ihre Zahnprothese selbst anzupassen.      

                                                      


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