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02.02.2021 Kategorie: Pressemeldung

01/2021 Zähneknirschen: Was hilft?

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz weist darauf hin: Etwa jeder zehnte Deutsche knirscht mit den Zähnen. Um gesundheitliche Folgeschäden zu vermeiden, kann unter Umständen eine Zahnschiene hilfreich sein.


Häufig passiert es nachts und vom Betroffenen unbemerkt. Die Zahnreihen reiben und pressen sich gegeneinander. Es knirscht. Der Kiefer mahlt, die Muskeln verspannen sich. Die Kräfte, die beim sogenannten Zähneknirschen (Fachsprache Bruxismus) auftreten, sind um ein Vielfaches höher als die normalen Kaukräfte.

Zähneknirschen und Folgen

Oft bemerkt der Betroffene lange Zeit nicht, dass er nachts mit den Zähnen knirscht. Eventuell ist nach dem Aufwachen ein Druck im Bereich der Kiefermuskeln, Kiefergelenke oder Ohren zu spüren. Auch morgendliche Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen können auf das nächtliche Zähneknirschen zurückgeführt werden. Primär „leiden“ jedoch neben den Kiefergelenken und Kaumuskeln auch die Zähne selbst. Aufgrund der hohen Kraft, die beim Zähneknirschen entsteht, nutzen sich die Zähne ab. Diese reagieren dann empfindlich auf äußere Reize, wie z.B. Kälte oder Zähneputzen. Ein weiteres Indiz sind keilförmige Defekte am Zahnhals. Außerdem werden durch das Zähneknirschen die Zähne flacher und kürzer. Es kommt zu Zahnhartsubstanzverlusten, den sogenannten Attritionen. Selbst Schmelzrisse oder gar Frakturen der Zahnhartsubstanz können auftreten. Auf lange Sicht gesehen, kann sich durch das Zähneknirschen die Bisslage verändern. Dies wiederum fördert das Risiko, an einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) zu erkranken, einer Erkrankung des Kausystems mit möglicherweise ganzkörperlichen Symptomen.

Ursachen von Zähneknirschen

„Jetzt beiß doch mal die Zähne zusammen!“ Die Ursachen für Zähneknirschen sind vielfältig, in den meisten Fällen werden hoher Stress und ein emotionales Ungleichgewicht als Grund genannt. Viele Menschen verarbeiten ihren Alltagsstress im Schlaf. Die Probleme werden quasi „durchgekaut“. Neben den psychischen Ursachen können Zahnfehlstellungen oder Probleme mit der Bisslage das Zähneknirschen auslösen. Auch ein fehlerhaft erstellter Zahnersatz kann die Ursache von Bruxismus sein. Und nicht nur Erwachsene sind betroffen, auch Kinder können mit den Zähnen knirschen. Im Milchgebiss ist ein moderates Zähneknirschen aufgrund der biologischen Wachstumsprozesse normal. Hier kann es sogar sinnvoll sein, dass sich „störende Zahnareale“ abnutzen. Knirscht ein älteres Kind mit seinen bleibenden Zähnen, ist mit dem Zahnarzt oder Kieferorthopäden Rücksprache zu halten.

Therapiemöglichkeiten

Grundsätzlich bedeutet Zähneknirschen nicht automatisch, dass der Betroffene unter krankhaftem Bruxismus leidet. Fast jeder Mensch knirscht in bestimmten Lebensphasen mit den Zähnen. Bei dauerhaftem Zähneknirschen sollte der Zahnarzt konsultiert werden, der mit unterschiedlichen diagnostischen Methoden nach Ursachen forscht. Dementsprechend wird die Therapie festgelegt. Diese erfolgt heute meistens interdisziplinär (Physiotherapie, Orthopädie, Stressbewältigung etc.). Aus zahnärztlicher Sicht sind Zahnschienen indiziert. In Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt fertigt das zahntechnische Meisterlabor eine individuelle Zahnschiene. Grundsätzlich ist zu beachten, dass Schiene ≠ Schiene ist.

Druckventil: Zahnschiene

Mithilfe der Schiene soll die Zahnhartsubstanz geschützt werden. Die Schiene aus transparentem Kunststoff wird auf die Zahnreihe aufgesteckt und wirkt als Puffer. Bei einer Aufbissschiene oder Entlastungsschiene bestimmt der Zahnarzt im Vorfeld die Bisslage mit einem entsprechenden Registrierverfahren. Basierend darauf fertigt der Zahntechniker die Schiene, die der Patient beispielsweise während des Schlafens trägt. Das Zusammenspiel von Kiefergelenken und Kaumuskulatur wird harmonisiert und Zähne sowie Kiefergelenk werden entlastet.

Wichtig ist, bei dauerhaftem Zähneknirschen die wirklichen Ursachen herauszufinden und basierend darauf eine entsprechende Therapie einzuleiten.


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