http://www.zahnersatz-spezial.de/ - © Kuratorium perfekter Zahnersatz e.V., Frankfurt am Main

Qualitätssicherung von dentalen Werkstoffen

Die Wiederherstellung des Kauorgans durch Zahnersatz ist ohne den Einsatz verschiedenster Werkstoffe nicht möglich. Hauptanforderungen an diese Werkstoffe sind, dass sie den Beanspruchungen in der Mundhöhle standhalten und gleichzeitig keine schädigende Wirkung auf die Gewebe der Mundhöhle bzw. auf den Gesamtorganismus des Patienten ausüben.

Aus diesem Grunde befasst sich die zahnärztliche Werkstoffkunde mit den mechanischen, physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften all derjenigen Werkstoffe, welche vorübergehend oder dauerhaft in der Mundhöhle Anwendung finden. Bei den mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften interessieren z. B. die Druckfestigkeit, die Härte oder der Elastizitätsmodul ebenso wie die Wärmeleitfähigkeit, die Wärmeausdehnung oder die Löslichkeit. Darüber hinaus soll der Werkstoff weder lokal - noch allgemein toxisch sein, keine allergischen Reaktionen hervorrufen und keine kanzerogene (krebserzeugende) Wirkung aufweisen.

Von der Herstellung der Werkstoffe für Zahnersatz durch Firmen der Dentalindustrie über die Verarbeitung der Werkstoffe durch das zahntechnische Labor bis hin zur Eingliederung des Zahnersatzes durch den Zahnarzt muss sichergestellt werden, dass nur solche Werkstoffe zur Anwendung kommen, die den oben geschilderten Anforderungen gerecht werden. Dazu dienen unter anderem nationale (z. B. DIN = Deutsche Industrie Norm) und internationale (z. B. EN = Europäische Norm) Normen. Die nationalen Normenausschüsse von mehr als sechzig Ländern in der "Internationalen Organisation für Standardisierung (ISO)" arbeiten zusammen. Ihr Ziel ist es, für die zahnärztlichen Werkstoffe sachgerechte und allgemeingültige Qualitätsanforderungen zu erarbeiten.

In Deutschland hat der "Normenausschuss Dental" für eine Vielzahl von Werkstoffen für Zahnersatz Prüfnormen festgelegt. Schon der Hersteller ist angehalten, seine Produkte anhand dieser Normen zu prüfen. Das vom Hersteller in einwandfreiem Zustand gelieferte Material deckt jedoch nur eine Seite des Problems der Qualitätssicherung ab; die Materialien für Zahnersatz müssen auch sachgerecht verarbeitet werden. Strenge Festlegungen hierzu trifft das Medizinproduktegesetz. Aus diesem Grunde wird sowohl der Zahntechniker als auch der Zahnarzt während seiner beruflichen Ausbildung in Fragen der Werkstoffkunde geschult. Ein wesentlicher Bestandteil der zahntechnischen, aber auch der zahnärztlichen Ausbildung besteht darin, den sachgerechten Umgang mit Dentalwerkstoffen zu erlernen.

Aus dem Vorgenannten wird deutlich, dass Qualitätssicherung auf der Schaffung und Einhaltung sachgerechter Prüfnormen basiert. Die gezielte und fundierte Ausbildung des beruflichen Nachwuchses ist für die Qualitätssicherung aber gleichermaßen unerlässlich. Die industrielle Fertigung der Dentalwerkstoffe sowie Zahntechnik und Zahnmedizin haben in der Bundesrepublik einen hohen Standard erreicht, den es zu erhalten und auszubauen gilt. Dieser hohe Standard bedingt aber auch, dass korrekt hergestellter und fachgerecht eingegliederter Zahnersatz seinen Preis haben muss.

Zahnersatz-Lexikon

Von A bis Z: Von "Abformung" bis "Zahnpulpa" - Begriffe, die Sie kennen sollten.

zum Lexikon

Broschüre

Die umfassende 56seitige Broschüre "Zahnersatz aktuell - Versorgungen im Vergleich" ist für Patienten kostenlos erhältlich. Senden Sie einfach einen mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag an

Größere Mengen bestellen

Kennen Sie Q_AMZ?

Die Marke der Meisterlabore der Zahntechniker-Innungen, Q_AMZ, steht für die starke Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Dentallaboren vor Ort.

www.q-amz.de