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Kiefer- und Gesichtsdefekte

In Mitteleuropa sind zwischen 4 Prozent und 8 Prozent aller bösartigen Tumoren in der Mundhöhle bzw. im Kiefer lokalisiert.

Bei rund 90 Prozent dieser Tumoren handelt es sich um Karzinome. Als Folge der chirurgischen Therapie dieser Tumoren bleiben häufig Defekte im Bereich des Kiefers, aber auch des Gesichtes zurück, welche durch die Methoden der plastischen Chirurgie, also auf operativen Wege nicht geschlossen werden können. Neben den Tumoren sind als Ursache für Defekte im Bereich des Oberkiefers auch die angeborenen Missbildungen in Form der Lippen-Kiefer-Gaumenspalten von Bedeutung. Auch im Gesicht gibt es Defekte durch Missbildung, z. B. im Bereich der Ohren. Kiefer- oder Gesichtsdefekte entstehen auch durch Trauma (Unfälle), seltener als Folge spezifischer Erkrankungen. Die Deckung derartiger Defekte kann, soweit operative Maßnahmen nicht möglich sind, auf prothetischem Wege erfolgen.

Diesen Bereich deckt die maxillofaciale Prothetik (Kiefer-Gesichtsprothetik) ab. Sie ist ein Spezialgebiet der Zahnheilkunde und befasst sich mit der prothetischen Deckung von Defekten im Bereich der Kiefer und des Gesichtes. Man unterscheidet zwischen der Versorgung intraoraler Defekte und der Epithetik (prothetischer Ersatz von Teilen des Gesichtes). Da die speziellen Therapieformen der maxillofacialen Prothetik aus den bekannten Verfahren der zahnärztlichen Prothetik abgeleitet werden, ist dieses Arbeitsgebiet fester Bestandteil der Zahnheilkunde.

Durch Verlust anatomischer Strukturen im Bereich der Kieferkörper, des Gaumens, des Rachenringes oder der Zunge, kommt es defektbedingt zu schwersten funktionellen Störungen. Bei vielen Patienten sind das Kauvermögen, das Schlucken, die Unterkiefermotorik, das Sprechen, die Sensibilität, die Geschmacksempfindung, aber auch die Ästhetik empfindlich gestört. Intraorale Defektprothesen bzw. Verschlussprothesen (Obturatoren) sind in den allermeisten Fällen in der Lage, gestörte Funktionen erheblich zu verbessern und somit ganz wesentlich zur Rehabilitation und Resozialisierung dieser Patienten beizutragen.

Gemeinsam mit den chirurgischen Maßnahmen zur Defektdeckung verbessern so die modernen prothetischen Verfahren die Lebensqualität der Patienten erheblich. Auch die Anfertigung und Eingliederung von Epithesen hat heute einen so perfekten Stand erreicht, dass diese künstlichen Gesichtsteile auf den ersten Blick nicht mehr erkannt werden können. Wie bei der intraoralen Defektprothese gewinnen auch bei Epithesen die enossalen Implantate zunehmend an Bedeutung zur sicheren Verankerung derartiger Hilfsmittel.

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