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10.11.2016 Kategorie: Pressemeldung

7/2016 Wenn die Prothese ihren Halt verliert

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz rät: Bei lockeren Zahn-Prothese ist der Zahnarzt die erste Anlaufstelle. Zusammen mit dem Dentallabor kann der Zahnersatz wieder passend gemacht werden!


© proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Zahn-Prothesen sind für viele Menschen unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Fehlende Zähne werden durch einen passgenauen Zahnersatz, zum Beispiel Prothesen, ersetzt und Funktion sowie Ästhetik wiederhergestellt. Doch mit der Zeit können sich die Prothesen lockern. „Viele Patienten denken dann oft, die Prothese sei kaputt. Meist hat sich jedoch der Kieferknochen verändert und die Prothese dadurch die Passform verloren“, sagt Professor Hans-Christoph Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ).


Lockere Prothesen sind nicht nur unangenehm, sondern verursachen oft auch Schmerzen. Druckstellen (lokale schmerzhafte Entzündung im Mund) machen dem betroffenen Patienten das Leben schwer. Das Essen fällt schwer und die Ernährung wird dadurch oft sehr einseitig. Außerdem klemmen sich unter dem Prothesenrand Essensreste fest, die „scheuern“ und Beschwerden verursachen. Doch warum passt die Prothese nicht mehr und wackelt im Mund? Grundsätzlich werden Prothesen passgenau und individuell für einen Patienten angefertigt. Der Zahnarzt arbeitet hierfür eng mit dem Zahntechniker zusammen. Vollprothesen liegen lose auf der Schleimhaut, sie halten alleine durch die exakte Anpassung. „Mit der Zeit verändert sich jedoch der Kieferknochen. Die Atrophie – Knochenrückgang – ist normal. Sie kann allerdings auch auf Krankheiten, wie Osteoporose, hinweisen. Deswegen sollten Patienten bei einer lockeren Prothese nicht einfach zur Haftcreme greifen, sondern mit ihrem Zahnarzt sprechen“, erklärt Prof. Lauer.

Endlich wieder fester Halt
Eigentlich ist das so, als würde ein zu großer Schuh angezogen werden. Der Schuh hält zwar am Fuß und man kann auch damit laufen. Aber da kein richtiger Halt gegeben ist, wird jeder Schritt zur Qual. Ähnlich ist es mit der Zahn-Prothese, die ihren perfekten Sitz verliert. Wie ein schlechtsitzender Schuh Blasen am Fuß verursacht, entstehen im Mund durch die Reibung Druckstellen und starke Schmerzen. Viele Patienten befürchten, dass eine neue Prothese erforderlich ist. „Das muss nicht sein. Sehr oft kann der vorhandene Zahnersatz durch eine Abformung und die Umsetzung mit einem speziellen Prothesenkunststoff im zahntechnischen Labor an die neue Kiefersituation angepasst werden“, begründet Prof. Lauer. Der Zahnarzt ist der richtige Ansprechpartner für die sogenannte Unterfütterung. Gemeinsam mit dem zahntechnischen Labor sorgt er für die exakte Passform. Dabei wird lediglich die Prothesenbasis der Mundsituation neu angepasst.

Mini-Implantate als Alternative
Eine andere Möglichkeit der Prothese wieder festen Halt zu verleihen, sind Zahn-Implantate. Ein bewährter und vergleichsweise kostengünstiger Weg sind Mini-Implantate. Diese dienen dazu, die Voll-Prothese wieder sicher im zahnlosen Ober- oder Unterkiefer zu verankern. Die kleinen Titanstifte werden vom Zahnarzt schonend in den Kieferknochen gesetzt. 4 bis 6 Implantate sind ausreichend, um einer Voll-Prothese wieder Halt zu verleihen. Der Zahntechniker kann die vorhandene Prothese umbauen oder einen neuen Zahnersatz anfertigen. In den Zahnersatz wird das Gegenstück zum Implantat eingearbeitet. Die Prothese kann über einen Klick-Mechanismus einfach eingesetzt und entnommen werden. Der Patient erfreut sich an einem Zahnersatz, der wieder fest im Mund hält.

Schmerzende Druckstelle im Mund: Das KpZ gibt Experten-Tipps
Eine Spülung mit warmem Salzwasser kann akute Schmerzen lindern. Auch Hausmittel wie Kamillen- oder Arnikatinktur, können helfen, das gereizte Zahnfleisch zu beruhigen. Zudem sind desinfizierende Mundspülungen geeignet, zur Heilung beizutragen. Aber: Sind die Druckstellen ein dauerhaftes Problem, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt. Versuchen Sie niemals, Ihre Zahn-Prothese selbst anzupassen.


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