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27.05.2014 Kategorie: Pressemeldung

3/2014 Auch Zahnersatz braucht Pflege

Sorgfältige Pflege auch bei Zahnersatz wichtig - Entzündungen in der Mundhöhle sind Risiko für Allgemeingesundheit


© Michael Tieck - Fotolia.com

Plötzlich „passt“ die Prothese nicht mehr: Schmerzhafte Druckstellen entstehen, das Zahnfleisch entzündet sich. „Harte und weiche Zahnbeläge können dazu führen, dass die Prothese an Halt verliert“, sagt Professor Hans-Christoph Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ). Der Belag aus Bakterien und Essensresten gefährdet zum einen den Zahnersatz. Zum anderen sind Keime in der Mundhöhle ein Risiko für die Gesundheit insgesamt.

Zahlreiche Studien legen die Vermutung nahe, dass eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, Parodontitis genannt, Arteriosklerose, Diabetes, Rheuma oder Frühgeburten begünstigt. Experten empfehlen auch deshalb sorgsame Mundhygiene. Das KpZ geht noch einen Schritt weiter: „Es ist wichtig, dass Patienten bereits bei der Entscheidung für Zahnersatz mit berücksichtigen, ob und wie sie ihn sorgsam reinigen können.“ Erkrankungen wie Parkinson und Arthritis beispielsweise schränken die Beweglichkeit der Hände deutlich ein. „Das erschwert natürlich die Reinigung. Besprechen Sie solche Probleme offen mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrem Zahntechniker.“

So gibt beispielsweise eine professionelle Zahnreinigung in der Praxis wertvolle Unterstützung bei Putzdefiziten. „Auch bei der Gestaltung des Zahnersatzes kann das Dentallabor auf die individuellen Fertigkeiten Rücksicht nehmen“, erklärt Professor Ina Nitschke. Sie ist Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin und gehört wie Lauer dem wissenschaftlichen Beirat des KpZ an. „Wenn Sie neuen herausnehmbaren Zahnersatz erhalten, lassen Sie sich die Handhabung in Ruhe zeigen und üben Sie auch ein Wenig. Das erleichtert Ihnen das Einsetzen und das Herausnehmen.“

Bei pflegebedürftigen Menschen kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Die heutige Pflegesituation in Deutschland lässt den Pflegenden nur wenig Zeit, um den abnehmbaren Zahnersatz ausführlich zu reinigen. Nur jede vierte Vollprothese von Pflegebedürftigen ist laut dem Berliner Modellprojekt „Saubere Dritte in der Pflege“ frei von Zahnstein. „Hier können Zahntechniker helfen, etwa in dem sie die Prothesen mit Hilfe ihrer zahntechnischen Laborausrüstung regelmäßig reinigen“, rät Lauer. Er empfiehlt älteren Patienten außerdem, in kurzen Intervallen zum Zahnarzt zu gehen. Bei diesen regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen lassen sich kleinere Probleme schnell und ohne viel Aufwand beheben, größere entstehen meist gar nicht.

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Tipps zu Reinigung und Pflege

Nach den Mahlzeiten: Zähneputzen
Regelmäßige Pflege ist wichtig, beispielsweise das Zähneputzen nach den Mahlzeiten. Tipp: besonders die Übergänge und Nischen zwischen den natürlichen und den künstlichen Zähnen beachten. Denn vor allem dort sammeln sich Speisereste und Zahnbelag an.

Abnehmbaren Zahnersatz mit weicher Zahnbürste reinigen
Auch abnehmbarer Zahnersatz wird möglichst nach jeder Mahlzeit unter fließendem Wasser mit einer weichen Zahnbürste gereinigt. Die Experten des Kuratoriums perfekter Zahnersatz empfehlen dazu ein mit Wasser gefülltes oder mit einem Handtuch ausgelegtes Waschbecken. Das schützt die Prothese, falls sie aus der Hand rutscht.

Massage zahnloser Stellen
Damit Ihr Zahnfleisches gut durchblutet wird und Ihr Kiefer erhalten bleibt, massieren Sie die zahnlosen Stellen Ihres Kiefers regelmäßig mit einer weichen Zahnbürste.

Zahnbürste mit individuell gestaltetem Griff
Bei Menschen, deren manuelle Geschicklichkeit eingeschränkt ist, helfen individuell gestaltete Griffe der Zahnbürsten oder eine elektrische Zahnbürste.

Sie haben Fragen zu Zahnersatz und Mundgesundheit?
Die Experten des KpZ beantworten gerne Ihre Fragen. Senden Sie dazu eine Mail an: pressestelle@kuratorium-perfekter-zahnersatz.de

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Der moderne (Zahn) –Patient: aufgeklärt und selbstbestimmt?
Expertengipfel zu Beratung und Information bei Zahnersatz

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens veranstaltet das KpZ am Donnerstag, 16. Oktober 2014, ab 15.30 Uhr einen Expertengipfel in der Urania Berlin. Unter Moderation von Kommunikationsexpertin Dr. Karin Uphoff diskutieren Vertreter von Verbraucherzentralen, Krankenkassen, des Bundesgesundheitsministeriums und der Medien sowie Fachleuten aus Zahnmedizin und Neurobiologie über die Zukunft der Patientenaufklärung. Dabei wird es unter anderem darum gehen, wie es gelingt, Patienten mehr Souveränität zu schenken, Vertrauen zwischen Arzt und Patient aufzubauen und eine Beratung so zu gestalten, dass sich Patienten optimal unterstützt fühlen. Gäste sind herzlich willkommen!

Weitere Informationen gibt es demnächst unter: http://www.zahnersatz-spezial.de/


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Downloads zum Thema:
ZA-2014-03.doc49 K
ZA-2014-03.pdf139 K

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