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03.12.2014 Kategorie: Aktuelles

Schlechte zahnmedizinische Versorgung bei Pflegebedürftigen

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz zum Pflegereport 2014 der Barmer GEK – Spezialthema Mundgesundheit


3.12.2014 Die Mundgesundheit von pflegebedürftigen Menschen, egal ob ambulant oder stationär gepflegt, lässt einiges zu wünschen übrig. Sie werden zahnmedizinisch schlechter versorgt und haben eine verringerte Behandlungshäufigkeit als nicht pflegebedürftige Menschen, so die Ergebnisse des Schwerpunktthemas aus dem aktuellen Pflegereport 2014 der Barmer GEK.

Die Ergebnisse verwundern deshalb nicht, weil seit einiger Zeit die veränderten Bedürfnisse der Menschen durch den demographischen Wandel in den Fokus gerückt sind. Immer mehr hochbetagte Menschen, die dann verstärkt Pflege in Anspruch nehmen müssen, führen zu neuen Herausforderungen in Zahnarztpraxen und Laboren.

Professorin Dr. Ina Nitschke vom wissenschaftlichen Beirat des Kuratoriums perfekter Zahnersatz und Expertin für Seniorenzahnmedizin stellt fest: „Mit Zunahme der Gebrechlichkeit bei den Patienten, wird der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt beschwerlicher, manchmal sogar unmöglich. Die Mundgesundheit wirkt sich auf die allgemeine Gesundheit des Menschen aus, und ist somit auch ein Baustein für eine gute Lebensqualität. Wenn aber Terminvereinbarung, Anfahrtsweg und Wartezeit, wie ein Berg vor einem liegen, wird die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt verschoben oder der Zahnarztbesuch ganz gestrichen.“ Und so kommt der Pflegereport auch zu dem Ergebnis, dass der letzte Zahnarztbesuch bei über der Hälfte der pflegebedürftigen Menschen bereits Jahre zurückliegt. Obwohl normalerweise im Alter die Häufigkeit von Zahnersatzversorgungen zunimmt, wird, je höher die Pflegestufe ist, desto weniger versorgt.

Dennoch, das Bewusstsein, spezielle Angebote bei der Versorgung von älteren Patienten zu haben, ist noch recht jung. Trotzdem haben bereits viele Zahnärzte und Zahntechniker den Bedarf erkannt und sich auf die Behandlung von älteren Patienten spezialisiert. Tatsächlich ist jedoch die Lage für Pflegebedürftige noch um einiges schwieriger. Reihenuntersuchungen oder systematische zahnärztliche Untersuchungen bei Neuaufnahmen finden kaum statt. „Wir versuchen in diesem Bereich verstärkt aufzuklären und auch Pflegekräften sowie Angehörigen aufzuzeigen, wie wichtig der Erhalt der Kaufunktion ist. Oralhygiene und Zahnersatzpflege sind dabei ein wesentlicher Teil.“, so Professorin Nitschke. „All diese Maßnahmen sind natürlich eine große Herausforderung, auch weil in der Pflege ein straffer Zeitplan gilt. Doch gerade bei geschwächten Personen ist die regelmäßige zahnmedizinische Betreuung sehr wichtig. Deshalb soll die Aufklärung auch so früh wie möglich beginnen, egal ob Patient, Angehöriger oder Pflegekraft. Je besser der Allgemeinzustand ist, um so einfacher kann im Falle einer Erkrankung, die Mundgesundheit wiederhergestellt werden.“

Das Kuratorium perfekter Zahnersatz hat zusammengestellt, was man für eine gute Mundgesundheit im Alter tun kann. Hierbei gibt es Checklisten für Patienten, Pflegepersonal und Angehörige zum Herunterladen.

 


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